
Das Passeiertal bei Meran wird in zwei Zonen aufgeteilt. Das Passeiertal an sich und das Hinterpasseier, das sich in ein weiteres Tal hinter den großen Ortschaften erstreckt. Die größte Ortschaft in der schon eher alpin anmutenden Landschaft ist Moos in Passeier. Stuls liegt oberhalb des Tales im Norden, Platt im Süden. Beide Orte werden aufgrund ihrer Lage von der Sonne verwöhnt. In Moos kommt man in das sehr bekannte Pfelderer Tal, Pfelders ist ein ruhiger Ort, an dem man Sommer wie Winter vor allem mit Familie Erholung pur finden kann. Pfelders gilt als höchstgelegenes Dorf im Passeiertal. Das Rabensteintal zieht sich eng nach Norden hin, von hier aus erreicht man das Timmelsjoch, ein sehr spannender Pass, der nach Österreich führt. Seit Januar 2010 zählt die Gemeinde Moos mit all ihren Fraktionen zu den „Perlen der Alpen“. Es handelt sich hierbei um eine Vereinigung von ca. 20 Gemeinden, die sich durch nachhaltigen, am Genuss orientierten Tourismus, Klima- und Naturschutz und sanfte Mobilität auszeichnen. Ein Geheimtipp also, den sich auch wir Südtiroler näher ansehen können.

Die Berge in Österreich und der Schweiz, aber auch jene in Südtirol sind eine ganz besondere landschaftliche Beschaffenheit, die auf viele Menschen eine magische Anziehungskraft ausübt. Gebirge, vor allem hohe Berge wie Gletscher strahlen aber auch eine Würde und eine Macht aus, die man nur spürt, wenn man direkt davor steht. Das Silvrettagebirge z.B. steht zum Großteil in der Schweiz, der Rest steht in Österreich in Tirol. Die höchste Stelle ist der Piz Linard mit seinen 3.411 m. Der Piz Linard steht in der Schweiz und ist dort von mehreren Gletschern umgeben. Die Via Alpina, der rote Weg führt durch das Gebirge der Silvretta und manche der Schutzhütten wie z.B. die Jamtalhütte, ist bei vielen Wanderern schon bekannt. Ein weiterer Blick über den Horizont wird dem Autofahrer geboten, der auf der Silvretta- Hochalpenstraße entlang fährt. Das großartige Panorama sollte unbedingt genossen werden.
Der SBB, der Bauernbund in Südtirol also, wehrt sich. Mit Recht. In unseren Raststätten sollen Produkte aus Südtirol verkauft werden. Das find ich auch. Erstens ist es gleich positiv, wenn nicht überall dieselben 0815 Produkte zum Verkauf stehen und auch in einem Restaurant an der Autobahn qualitativ hochwertige Ware angeboten wird. Ich freu mich drauf!
Sie stehen fest, Südtirols Sportler des Jahres 2010. Johanna Schnarf aus Olang gewann sehr eindeutig mit 36.048 Stimmen vor Tania Cagnotto. Armin Zöggeler aus Völlan hingegen bekam 26.610 Stimmen, sein Wintersportkollege Werner Heel (Meran) nur 2121 weniger. Im Rahmen des Ball des Sports wurden die Preise vergeben. Der Erlös dieses Events ging übrigens an die Südtiroler Sporthilfe, damit der Nachwuchs ordentlich gefördert werden kann.
Es ist ungerecht. Schon wieder haben die Männer einen Vorteil. Denn meist lebt der Mann wesentlich länger bei seiner Mutter als eine Frau. Und um genau diese Mammoni geht es bei den Steuererleichterungen. Von Euro 150 bis zu 991,6 betragen die Summen der Steuerbefreiung, mit denen der Staat die Muttersöhnchen aus dem Haus locken will. Auch Studierende werden beim Mieten einer Wohnung – unter bestimmten Voraussetzungen – von Vater Staat unterstützt. Menschen, die ein geringes Einkommen haben, auch.
Nur das Kindergeld lässt zu wünschen übrig. 200 Euro pro Kind im Jahr ist nur ein winziges Taschengeld, hilft aber keineswegs beim Überleben. In Sachen Familie hat Italien einigen Aufholbedarf, denn es ist nach wie vor nicht einfach den ursprünglichen Lebensstandard zu erhalten, wenn der Nachwuchs kommt und ein Elternteil sich intensiver um die Kleinen kümmern will. Mal sehen, wann sich die Lage ändern wird.

Man kann ja auch im Kopf die schönsten Reisen absolvieren. Bevor man sich aber auf den Weg begibt, sollte man sich klar sein darüber, ob man danach einfach nur damit angeben will, wo überall man schon war…oder ob man die Reise wirklich genießen will. Es ist schon passiert, dass man in all der Hektik vergaß, jeden Moment zum Auftanken zu nutzen und ganz bewusst in sich aufzunehmen. Für gemütliche Traveller scheint unser Südtirol grad die richtige Größe zu haben. Hier findet man sehr viel Natur, schöne historische Plätze mit faszinierend prunkvollen Bauten, eigentlich kein Großstadtmillieu. Ich finde, Reisen im eigenen Land können den Horizont sehr wohl ziemlich erweitern!
Eine Nacht im Museum wird den Kindern nun auch in Bozen geboten. Das Personal im Naturmuseum in Bozen ist sehr rührig und organisiert immer wieder Ereignisse, die den Nachwuchs in ihren Bann ziehen. Da gibt es Vorträge, anschauliche Forschernachmittage und eben diese Nacht im Museum am Samstag, den 6. Februar, die die Kinder vor dem Salzwasseraquarium verbringen dürfen. Zuerst werden Mineralien gesucht und natürlich gemeinsam gegessen. Die Betreuer erzählen noch eine Gute Nacht Geschichte und dann wird im sanften Licht des Aquariums geschlafen. Nach dem Frühstück dürfen die Eltern ihre Kinder abholen. Das wird spannend, die Kleinen haben ihrer Familie am folgenden Tag sicher sehr viel zu erzählen.
Merans Villenviertel Obermais befindet sich nordöstlich des Stadtzetrums, unterhalb von Schenna. Romy Schneider äh… Kaiserin Sissi liebte diesen Ort, heute führt der so genannte Sissiweg von Schloss Trauttmansdorff bis an die Passer. Meran Obermais gilt als das ‘bessere’ Viertel der Kurstadt. Irgendwie kommen mir die alten Villen (viele aus der Jugendstilzeit), die zweifelsohne alle sehr schön sein mögen, etwas verkorkst vor. Sollte ich jemals nach Meran ziehen, würde ich mir nicht unbedingt Obermais als Domizil aussuchen, auch weil das Viertel verkehrstechnisch nicht ganz so günstig gelegen ist. Das ändert aber nichts daran, dass Obermais ein schönes Stadtviertel mit vielen Parks und schönen Gebäuden ist.
Das Trentino ist die südliche Fortsetzung von Südtirol und hat einen beachtlichen Anteil an den Dolomiten. Die westlichen Ausläufer, Brenta-Dolomiten genannt, befinden sich westlich der Etsch. Doch auch auf der Ostseite, dem eigentlichen Dolomitenkamm, erstreckt sich das Trentino an den Südosthängen von von Rosengarten, Sella und Latemar. Auf der anderen Seite der Berge ist schon Südtirol, Kastelruth und die Seiser Alm. Interessanterweise haben die Leute in einiger dieser Dolomitentäler eine alte Sprache bis heute gerettet, das Ladinische, ein rätoromanischer Dialekt, der eine Kombination aus Latein und der Sprache der Räter ist. Besonders in Alta Badia und Gröden finden wir sie noch.
Vor einigen Jahren hatte ich in den Nachrichten über die Schaffung einer Senioren-Universität in Meran gehört. Der Name “Lessing Universität Meran” ist mir dabei im Kopf geblieben. Gerade fragte ich mich, was aus der Sache geworden ist, bevor ich mich auf den Weg in die Stadt mache. Eine Google-Abfrage später hatte ich die Antwort: Auf lessing-uni.net erfährt man, dass sich “die Aufgabe der Lessing-Hochschule Forschung und Lehre im Bereich des demographischen Wandels, der Gesundheit, der Erwachsenenbildung und der regionalen Entwicklung ist. Die Lessing-Hochschule versteht sich dabei als Pionier […] um den demographischen Wandel (die graue Revolution) besser zu verstehen und bewältigen zu können.”
Klingt ganz schön interessant und ich wundere mich, warum ich seit der Gründung kaum etwas über die Tätigkeiten des Instituts aus den Medien erfahren habe. Neben den bekannten Hochschulen, der Eurac und der Universität Bozen mit ihren Zweigstellen in Brixen und Bruneck, scheint die Lessing Hochschule ein Schattendasein zu fristen. Zumindest in der Südtiroler Medienwelt.